Sonntag, 20. September 2009

MTB-Tour im Kyffhäuser

Heute war also Ersatztraining angesagt: Der Fuß muss noch ein bisschen geschont werden, und zum Lange-Laufen war's heute an diesem herrlichen Spätsommertag eh zu warm ;-)


Also das schöne neue Radon-Bike in den Kofferraum und auf der A38 ab in das nächste Gebirge: In den Kyffhäuser. Nach einer Stunde war ich in Bad Frankenhausen, am Fuß der Südseite des kleinen Gebirges. Auf einem Parkpatz im Zentrum hab ich dann mein Auto abgestellt, mein Rad ausgepackt und dann ging's los.

Vorher hab ich mir natürlich Gedanken gemacht: Wo fährt man da am besten lang, gibt es Radwege, MTB-Touren? Im Kyffhäuser findet jedes Jahr ein MTB-Rennen statt. Im Netz hab ich die GPS-Streckendaten gefunden und so hatte ich einen schönen Vorschlag für eine 40-km-Tour. Diese Strecke bin ich dann auch abgefahren: Am Anfang ein bisschen Landstraße, allmählich bergauf, dann ins Gebirge hinein und auf einem Rundkurs auf Waldwegen auf 300-450 m Höhe bergauf und -ab. Die Anstiege sind nicht zu anspruchsvoll. (Obwohl ich auch mal auf einem steilen, morastigen Stück schieben musste, auf dem ich gelandet bin, nachdem ich mich verfahren hatte.) Die Abfahrten haben Spaß gemacht: Zum Teil Single-Trails und schön lang.


Am bekannten Kyffhäuser-Denkmal, das von Norden her aus dem flachen Land auch weithin sichtbar ist, ging's nicht direkt vorbei. Aber die Aussicht vom Berg gegenüber hat mich neugierig gemacht auf eine nähere Besichtigung. Überhaupt war ich sehr angenehm überrascht vom Kyffhäuser: Es gibt jede Menge (Rad-)Wanderwege und rundherum eine ganze Menge zu sehen. Ich komme bestimmt wieder, ist ja praktisch gleich um die Ecke.

Freitag, 18. September 2009

Autsch: Schmerzen im Fuß

Nachdem ich am letzten Sonntag ja etwas länger gelaufen war, hatte ich Montag Schmerzen im linken Fuß, so zwischen Knöchel und Achilles-Sehne. Kein Dauer-Schmerz sondern immer dann, wenn der Fuß mehr oder weniger belastet wurde. Mittwoch war's zum Glück schon wieder vorbei.

Dachte ich zumindest. Denn für gestern hatte ich mir 5 x schnelle 1000 m vorgenommen. Beim Warmlaufen hat's schon gezwickt und das Tempotraining war genau 310 m lang. Dann ging leider nichts mehr, Trainingseinheit Ende.

Ganz schöner Mist, wenn man in viereinhalb Wochen Marathon laufen will. Fürs Wochenende wird wohl erstmal Ersatztraining auf dem Mountain-Bike herhalten. Hoffentlich ist es nichts Langwieriges. :-(

Sonntag, 13. September 2009

Immer weiter, weiter, weiter ...

Das ist jetzt das Motto für die kommenden Wochen. Bis jetzt bin ich noch nie viel weiter als 20 km am Stück gelaufen und weil das nächste Ziel nun "Marathon" heißt, muss ich jetzt noch ein paar lange Läufe auf die Trainingsstrecke legen. Vorgenommen hab ich mir, an den nächsten Wochenenden die Laufzeit um jeweils 15-20 min zu steigern, so dass ich dann in ein paar Wochen einen Trainingslauf von dreieinhalb Stunden am Stück habe.

Heute hab ich mit 24 km und 2:30 h angefangen. Und ich muss sagen, bis Marathon ist es noch ein weiter Weg. Nach dieser im Vergleich zu den 42 Kilometern läppischen Strecke brennen die Oberschenkel, und die Waden fühlen sich an, als wollten sie platzen. Mal sehen, wie es nächste Woche wird.

Bei solchen Trainings muss man sich auch ein bisschen Gedanken machen über die Wasser- und Kalorienzufuhr unterwegs. Verpflegungsstellen wie im Wettkampf hat man ja eher im Training eher selten. Ich habe seit einiger Zeit einen Getränke-Gürtel mit zwei Viertel-Liter-Flaschen. Allerdings wird mir ein halber Liter Wasser auf mehr als 20 Kilometern schon ganz schön knapp. Deshalb bin ich heute einen Rundkurs mit mehreren Runden gelaufen und hab noch eine Wasserflasche im Unterholz deponiert. Meine kleine geheime Verpflegungsstelle sozusagen.

Was die Kalorien betrifft, hab ich heute mal so einen Beutel Power-Gel mitgenommen. Nach anderthalb Stunden Training hab ich den Beutel dann in mich reingezutscht und leer gequetscht. Es war wider Erwarten ganz lecker und sehr bekömmlich. (Da gibt's ja wohl auch andere Erfahrungen.) Praktisch für den Transport solcher Mahlzeiten ist, statt eines Lauf-Shirts ein Rad-Trikot mit Rückentaschen anzuziehen.

Unterwegs hab ich einen netten Läufer getroffen. Der kam von Weißenfels, hatte 15 km schon hinter sich und den Rückweg noch vor sich. Er trainiert auch für seinen nächsten Marathon: Am 25. Oktober in Venedig! Klang sehr interessant, vielleicht disponier' ich noch um ;-)

Sonntag, 6. September 2009

Bestzeit beim 8. Mitteldeutschen Marathon: 1:45:29 h!

1:59:59 h hab ich zum offiziellen Ziel erklärt.
1:55:00 h wollte ich schaffen.
Von 1:50:00 h habe ich geträumt.
Geschafft hab ich 1:45:29 h!

Ich bin immer noch total begeistert! Ich wusste ja, dass ich so schlecht nicht trainiert hatte. Aber dass ich meine Halbmarathon-Bestzeit vom MDM 2007 um satte 18 Minuten unterbiete, das hätte ich nie für möglich gehalten! Heute hat alles gepasst. Ideales Wetter (wenn man vom Regenguss kurz vorm Start absieht), gut die Kräfte eingeteilt, ausreichend gegessen und getrunken zur rechten Zeit und vor allen Dingen Freude am Laufen auf jedem Kilometer.

Bestimmt hing das auch mit den Zwischenzeiten zusammen: Nach einem Kilometer standen 4:39 min auf der Uhr. Das war typisch: viel zu schnell losgelaufen. Aber dann konnte ich mich, ohne zu überdrehen, bei 5:05 - 5:10 einpendeln. Nach 25 Minuten waren die ersten 5 km weg, Kilometer 10 nach 51 Minuten, bei Kilometer 15 war ich nach 1 Stunde 16. Da war ich schon dreieinhalb Minuten schneller als vor ein paar Wochen bei den 15 Kilometern beim Elstertal-Marathon in Gera. Ich hatte die ganze Zeit das Gefühl, dass die Kilometer nur so an mir vorbeifliegen. Nach jedem neuen Kilometerschild hab ich mich gewundert, dass schon wieder einer rum ist.

Aber ich wusste ja aus den letzten Jahren, dass der Hammer nach Kilometer 18 kommt. Da geht's nämlich auf die Magistrale hoch und die zieht sich wie Kaugummi: Ewig lang gerade aus und ganz heimtückisch leicht bergauf. Dort bin ich in den letzen Jahren immer eingebrochen.

Heute nicht! Im Training hab ich mir etliche Male genau diesen Moment vorgestellt. Und diesmal bin ich mein Tempo weitergelaufen, immer weiter, weiter, weiter. Oben auf der Magistrale wusste ich, dass bei 1:31 h auf der Uhr und verleibenden drei Kilometern eine Zeit deutlich unter 1:50 h drin ist. Und es lief immer noch wie auf den ersten Kilometern. Von dem Moment an konnte ich diesen Lauf bis ins Ziel richtig bewusst genießen, es war so eine Freude. Und am Ende 1:45:29 h - Endorphine satt!

Überhaupt war heute bei unseren Leuten der Tag der Bestzeiten. Jens, Bodo, Kathi, Karsten, Udo - alle waren heute so schnell wie nie (oder zumindest wie lange nicht mehr)! Glückwunsch und Hut ab!

Und wie geht's jetzt weiter? "Nach dem Lauf" ist ja bekanntlich "vor dem Lauf". Die nächste Station ist Dresden am 18. Oktober. Und ich glaube, ich bin jetzt reif - für den Marathon...




Samstag, 5. September 2009

Noch einmal schlafen, dann ist Mitteldeutscher Marathon

So, die letzte Laufeinheit ist abgespult. Nach zig Trainingskilometern sind es also nur noch ein paar Stunden bis zum läuferischen Saison-Höhepunkt. Die innere Anspannung steigt langsam, die Waden fangen an zu kribbeln. Ich fühl mich topfit. Und der Schmerz im Knie, den ich gestern hatte, nach dem ich mich blöderweise ordentlich an meinem Schreibtisch gestoßen hatte, ist Gott sei Dank auch wieder vergangen. Das Wetter für morgen scheint auch mitzuspielen: Nicht zu warm, nicht zu kalt. Hoffentlich lässt der Wind noch ein bisschen nach.

Nachher geht's dann nach Halle auf den Marktplatz, die Startunterlagen abholen und zusammen mit den Kollegen -Bodo, Kathi, Karsten, Jens und Udo sind diesmal mit dabei- auf der Nudelparty Kalorien tanken. Nebenbei kann man ja auch schon die 10-Kilometer-Läufer anfeuern. Heute Abend gönn' ich mir dann bestimmt noch ein Gläschen Wein, damit ich auch schön schlafen kann. ;-)

Auf jeden Fall wünsch' ich von hier aus schon mal allen Mitstreitern für morgen viel Erfolg und tolle Bestzeiten!